Anlagensteuerung und elektrische Ausrüstung

Von Steffen List am 16. Januar 2012

There is still no digital control. I control my layout by track power and Aristo Train Engineer. Each locomotive has a power switch to park the engine on every wanted location. I plan to use battery power supply.

Die elektrische Ausrüstung und Steuerung der FCT kann man nach heutigen Maßstäben als antiquiert bezeichnen. Aber:

Ich suchte eine Steuerungsform, die bei beschränkten finanziellen Mitteln so einfach und robust wie möglich sein sollte. Daneben gab es noch weitere Anforderungen:

  • Drahtlose Steuerung der Fahrspannung
  • Keine abschaltbaren Gleisabschnitte, aber Betrieb von mehreren Loks
  • Geräuschelektronik in den Loks, aber ohne Schaltelemente am Gleis
  • Keine Abhängigkeit von spezieller Software

Die Lösung dieser Forderungen sieht so aus:

Die Fahrspannung gelangt über ein Netzgerät und den alten Train Engineer von Aristocraft an das Gleis. Das ist ein funkgesteuerter Spannungsregler, der sich in der Leitung vom Netzgerät zum Gleis befindet. Damit bin ich örtlich ungebunden, die Reichweite des Handgerätes ist mehr als ausreichend.

Netzgerät, Handsender und Empfänger des Train Engineer

Jedes Triebfahrzeug erhält in der Leitung zum Motor einen Hauptschalter, mit dem ich es an jeder beliebigen Stelle der Anlage abstellen kann. Um die Funktionen der Geräuschelektronik ohne Gleisschaltelement auszulösen, z.B. Pfeife und Glocke, erhält das Fahrzeug entsprechende Drucktaster an unauffälliger, aber zugänglicher Stelle. Die Geräuschelektronik bleibt auch bei getrenntem Hauptschalter der Lok an Gleisspannung und kann mich daher mit den Standgeräuschen erfreuen, wenn mit anderen Loks gefahren wird.

Lok-Hauptschalter an der Stehkesselrückwand, Taster für Pfeife und Glocke am Tender

Die Geräuschelektronik stammt von Dietz. Man kann das gewünschte Geräusch aus einem umfangreichen Angebot auswählen oder nach eigener Vorlage aufspielen lassen. Ein Kondensator kann eingebaut werden, der kurze Spannungsunterbrechungen überbrückt. Der Umbau ist in der Beschreibung zur Dampflok #5 beschrieben.

Für die einfachen Verhältnisse auf meiner Anlage hat sich diese Ausstattung außerordentlich gut bewährt. Sie lässt sich auch für den Akku-Betrieb anwenden. Dann erhält die Lok einen eigenen Spannungsregler, und im Handgerät wird eine weitere Adresse vergeben.

Was ist mit digital?
Ich bin kein Computerspezialist, der sich ewig lang mit Programmierungen und dem Fach-Chinesisch aufhalten will. Gleichwohl schätze ich die unbestrittenen Vorzüge des digitalen Zugbetriebes. Deshalb: Wenn es ein System geben sollte, das einfach und verständlich in der Bedienung, daneben auch noch die oben genannten Anforderungen erfüllt, wäre eine entsprechende Umrüstung zu erwägen. Das System von Train Control kommt dem schon recht nahe, allerdings gab es bei Kollegen, die mit dem System fahren, noch ein paar Probleme in der Funktion. Und die Finanzen stehen dafür derzeit leider nicht zur Verfügung.

Kategorien: Anlagensteuerung
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