Lokumbau 2-8-0 FCT #14

Von Steffen List am 13. Dezember 2011

2-8-0 #14 was my first conversion in G-scale. I am a fan of outside frame locomotives, so the release of Bachmann’s 2-8-0 was a great sensation for me. But some important items didn’t fit to the Mexican prototype. So I tried to get as much informations as possible about the FCM 2-8-0s #11-14, which operated on the Muñoz – Zacatlan line in Mexico. Then I headed to workbench. The result should be an accurate duplicate of #14.

Das Bachmann-Modell hat die #12 der Ferrocarril Mexicano, eine Schmalspurlokomotive mit 30 Zoll (762 mm) Spurweite, zum Vorbild. Sie gehört zu einer 4 Maschinen umfassenden Lieferung von Baldwin für die FCM-Schmalspurstrecke Muñoz – Zacatlan. Allerdings wurde die Lok von Bachmann erheblich „nordamerikanisiert“. Dazu zählen vor allem der hohe Schornstein und die Kohlefeuerung. Auch der Bereich zwischen vorderer Pufferbohle und Zylinderblock weist Unstimmigkeiten auf und ist mir zu „luftig“. Also entschied ich mich für meinen ersten Umbau im Maßstab 1:20.3.

Das Bachmann – Modell in der Originalausführung.
Die #14 im aktuellen Zustand November 2011. Wegen der Gleisradien sind die Außenlagernachbildungen des Vorläufers demontiert.

Ich wählte die Schwesterlok #14 als Vorlage und versuchte, die typisch mexikanische Gestalt der Maschine wiederzugeben. Ein Problem war zunächst das sehr dürftige Fotomaterial, denn brauchbare Ansichten der Maschinen standen mir nur in dem Buch von G. M. Best über die mexikanischen Schmalspurbahnen zur Verfügung.

Doch Wolfgang Schütte hatte das „2002 Narrow Gauge Annual“ vom Finescale Railroader in seinem Literaturbestand, wo die Historie der Loks und die neue Heimatstrecke der #12 im Bundesstaat Montana beschrieben wurde. Unter den Adressen http://aldergulch.com/index.html und http://www.virginiacitymt.com/AlderGulch.asp gibt es noch weitere Informationen. Schließlich fand ich bei John West nachfolgende Aufnahme der #14, aufgenommen 1957 in Muñoz:

Photo: John West

So hat sich nach und nach einiges Material über die vier Lokomotiven angesammelt. Hier eine kurze Zusammenfassung:

  • Erbaut 1910 bei Baldwin für die FCM-Schmalspurstrecke Muñoz – Zacatlan
  • Spurweite 30 Zoll (762 mm)
  • Achsfolge 2-8-0
  • 2-Zylinder-Naßdampfmaschine mit Baker-Pilliod-Steuerung
  • Leistung 134 Tonnen über eine Steigung von 2,5 %
  • Minimaler Bogenradius 65 m
  • 1920 Umbau auf Ölfeuerung
  • 1957 Streckenstilllegung und Ausmusterung, Verkauf der #12 in die USA an die Edaville Railroad, South Carver, Massachusetts
  • 1992 Verkauf der #12 an die Escanaba & Lake Superior Railroad, betriebsfähige Aufarbeitung und Einsatz auf der Alder Gulch Shortline, Montana

Für die Ausführung der Umbauarbeiten hatte ich nur einen begrenzten finanziellen Rahmen zur Verfügung, sodass ich versuchte, die meisten Teile selbst aus vorhandenen Materialien herzustellen. Das betraf insbesondere auch die Armaturen im Führerhaus, obwohl sehr schöne, aber teuere Gussteile erhältlich sind.

Im ersten Schritt erhielt die Lok einen Vorläufer mit Außenrahmen (demontierbar bei Einsatz auf kleinen Radien) und den verbreiterten Umlauf. Für die Andeutung eines Zylindergußteiles fügte ich zusätzliche Polystyrolteile im Rahmenbereich ein. Der Schienenräumer erhielt vorbildgerechte, U-förmige Halter aus Messing, die auch die kleinen Trittbleche besitzen. Der Frontscheinwerfer befindet sich beim Vorbild in Höhe Rauchkammermitte. Deshalb war er am Bachmann – Modell tiefer zu setzen.

Vorläufer, Umlauf, Frontscheinwerfer und Schornstein sind bearbeitet.

Markant für die Architektur der Lok ist auch der Schornstein. Am Modell ist er zu lang und stimmt in der Form nicht. Ich habe vom Originalteil den Untersatz abgetrennt und mit einem neu gedrehten Aufsatz verklebt und verspachtelt. Auch die Befestigung des Schornsteines auf dem Kessel gefiel mir nicht. Da ich den Raucherzeuger nicht benutze, wird der Schornstein jetzt mit dem Kessel durch eine von oben eingeführte Schraube verbunden, die zugehörige Mutter ist ein Stück 3 mm – Blech in der Rauchkammer. Dadurch ist nun eine robuste Verbindung entstanden. Das Abdampfrohr der Luftpumpe kürzte ich entsprechend oberhalb des zweiten Schalldämpfers und bog das obere Ende etwas nach links um.

Der Sanddom ist ein dreiteiliges Neuteil aus gedrehtem Messing. Er entspricht nun der Originalausführung.

Die Drehteile des Sanddomes.

Am Führerhaus waren vor allem die seitlichen vorderen Führerhausfenster zu verschließen. Dazu fräste ich die gesamte obere Seitenwandhälfte um 0,5 mm ab, um dann darauf eine neue Seitenwand aus 0,5 mm starkem Kunststoff aufzukleben. Zum Schluss ergänzte ich noch die Nietimitationen.

Die geänderte Führerhausseitenwand mit der ergänzten Stehkesselrückwand.

Den Führerstand mit seinen Armaturen hat Bachmann mit Ausnahme der Stehkesselrückwand und des Johnson-Bar recht stiefmütterlich nachgebildet. Die vorhandenen Leitungen lassen zum Teil nicht erkennen, wofür sie gedacht waren, wichtige Ausrüstungen wie der Reglerhebel fehlen.

Der Führerstand in der Originalausführung.

Ich ergänzte die wichtigsten Armaturen. Dazu gehören:

  • Vorbildgerechtere Manometer,
  • Reglerhebel,
  • Dampfentnahmestutzen als „Spinne“ mit Ventilen,
  • Injektoren auf der Führer- und Heizerseite,
  • Regulierventil für die Öl- und Dampfzufuhr zum Brenner,
  • Richtige Position des Natan-Öler,
  • vorbilgemäße Leitungsführung,
  • Blechummantelung der Feuertür anbringen,
  • Wasserstand mit Handräder und Glasröhre ausstatten,
  • Ablaufrinne für Wasser aus den Probierhähnen anbringen

    Die dem Original entsprechende Führerstandausrüstung.

Den Tender rüstete ich mit einem Ölbunker aus. Die Wände bestehen aus 2mm dicken Polystyrol-Grundplatten, auf die ich 0,5 mm dicke Platten aufklebte. In diese 0,5er Platten drückte ich vor dem Aufkleben die Nietimitationen von hinten ein (Reißnadel mit abgerundeter Spitze). Diese Methode erspart Zeit und Arbeit.

Der neue Ölbehälter ist fertig.
Der detaillierte Ölbunker.

Der letzte Schritt wird die Farbgebung sein.

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