Lokumbau 2-8-0 FCT #5

Von Steffen List am 13. Dezember 2011

This consolidation is a freelance model, just for fun and similar to NdeM #67, which still operated 1967 in Mexico. There were not as much work as done on #14, most refers to the front, running gear and tender. But it was my first attempt to equip an engine with Dietz-sound. Really great!

Die zweite Consolidation hat kein konkretes Vorbild, lehnt sich aber an die #67 der NdeM an. Diese Maschine gehörte vor der Verstaatlichung zur FC Interoceanico und war eine der letzten betriebsfähigen Schmalspurdampfloks in Mexiko. Sie versah noch 1967 den Rangierdienst im Bahnhof San Lazaro / Mexiko City.

2-8-0 NdeM #67 in San Lazaro, Mexiko City 1967. Photo: John West
Die umgebaute #5 im aktuellen Zustand November 2011.

Der Hauptanteil der Arbeiten lag auch bei dieser Lok im Bereich der Rauchkammer. Sie umfassten im Einzelnen:

  • Kürzen des Schornsteines
  • Versetzen des Sanddomes nach vorn
  • Versetzen des Läutewerkes an die Rauchkammer
  • Anbringen von Signallampen neben dem Läutewerk
  • Verbreitern des vorderen Umlaufes
  • Umbau auf Kadee-Kupplung, neue Kupplungsdeichsel vorn
  • Umbau auf innere Steuerung
  • Verlegen der Hauptluftbehälter nach vorn
  • Modifizierung der seitlichen Führerhausfenster
  • Ausrüstunng des Tenders mit Ölbunker

In Mexiko waren auf Druckluftbetrieb umgebaute Läutewerke die Regel. Daher erhielt die neue Konsole einen Druckluftzylinder nebst Antriebshebel.

Das auf Druckluftbetätigung umgebaute Läutewerk.

Von der Steuerung entfiel alles bis auf ein kurzes Stück Schieberstange, an das sich die Übertragungswelle zu den nicht nachgebildeten innen liegenden Steuerungsexzenter anschließt.

Die umgebaute Steuerung.

Der Tender erhielt einen relativ großen Ölbunker nach mexikanischer Art mit hohen Griffstangen.

Eine Tenderansicht der #5

Diese Lok diente als Versuchsmuster für die Ausrüstung mit Geräuschmodul. Die Fa. Dietz lieferte das Modul mit Kondensator, einen Lautsprecher, einen Reedkontakt und zwei Magneten als Taktgeber.

Die Magneten halbierte ich und klebte die vier Teile um jeweils 90° versetzt an die Innenseite eines Rades der vierten Kuppelachse. Damit ergibt sich ein vorbildgeteuer 4/4-Takt. Anschließend befestigte ich den Reedkontakt am Lokrahmen in der Nähe des erwähnten Rades. Modul und Lautsprecher installierte ich nach Anleitung, für die elektrische Verbindung zwischen Lok und Tender nutze ich jetzt Sub-D-Stecker. Zwei Taster am Tendergehäuse dienen zum Auslösen von Glocke und Pfeife.

Die Klangqualität ist einfach hervorragend!!! Auch wenn die Lok per nachgerüstetem Hauptschalter abgeschaltet ist, kann am Modul eine Gleisspannung angelegt werden, z.B. wenn mit anderen Loks gefahren wird. Damit ist das Standgeräusch (Luftpumpe, Ölbrenner, Injektor und Sicherheitsventile) hörbar. Der Kondensator überbrückt Spannungsausfälle für ca. 10 sec. Die Lok fährt nach längerem Stand mit offenen Zylinderventilen an. Der Auspuffschlag ist lastabhängig und geht beim Herunteregeln der Gleisspannung in ein Rollgeräusch mit Stangenklappern über. Bei stärkerem Bremsen ist das entsprechende Quietschen zu hören.

Das Rangieren mit dieser Lok macht süchtig!

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