Mal was anderes…

Von Steffen List am 13. Dezember 2011

The other way…

If you model an american layout, what to do with a now unsuitable vehicle like the LGB Stainz? I learned that there were some conversions from steam to diesel. With a faible for extraordinary solutions that strange thing was what I ‘ve been looking for. Here’s the result.

Wie bei vielen Mitstreitern auch, begann die Ära „Large Scale“ mit einer Anfangspackung von LGB. Darin befanden sich zwei Wagen, Gleismaterial und die „Stainz“. Nun begab es sich, dass sich mein Interesse auf die lateinamerikanischen Schmalspurbahnen verlagerte. Was also tun mit dem jetzt nicht mehr recht passenden Fahrzeugpark?

Die Wagen gab ich ab, für die „Stainz“ allerdings hatte ich lange nicht die zündende Idee. Eines Tages fand ich jedoch DIE Idee in einem älteren „Lokmagazin“. Darin abgebildet war ein von der Dampf- zur Diesellok mutiertes Gerät mit der Achsfolge 2-4-0, herrlich schrottig und einzigartig. Oberhalb des Umlaufes befand sich ein Vorbau mit dem Motor nebst selbst gebasteltem Führerhaus, unterhalb das alte Fahrwerk mit den Kuppelachsen und den nun als Gewicht dienenden Zylindern. Die Verbindung zwischen Getriebe und Treibachse stellte eine Kette her.

Foto: Wolfgang Clössner

Sowas geht auch mit der „Stainz“- dachte ich mir, warf einen Blick in meine Restekiste und machte mich an die Werkbank. Heraus kam das hier vorgestellte Freelance – Modell einer Selbstbau-Diesellok.

Der Diesel-Switcher im Zustand November 2011.

Arbeiten am Aufbau:

Ich habe günstig einen Vorbau vom Bachmann GE-Diesel ersteigern können, der passt mit seinen Maßen recht gut zum Fahrwerk. Den originalen Auspuff ersetzte ich durch ein MS-Drehteil, in dem auch die Befestigungsschraube sitzt. Die Pfeife kam von der Stainz, die Glocke hingegen von einem Schoko-Osterhasen. Führerstand und Umlauf entstanden neu aus Polystyrol-Platten und -profilen, Dach und Scheinwerfer stammen wiederum von der Stainz. Unter den Umlauf klebte ich zwei Luftbehälter. Als Material eigneten sich hervorragend Lippenstift-Schutzkappen…

Rückansicht des Switchers.

Arbeiten am Fahrwerk:

Der Antriebsblock von LGB blieb unverändert, den Lokrahmen kürzte ich im Bereich des Führerstandes um ca. 10 mm. Beide Pufferbohlen baute ich neu aus Holz und detaillierte sie mit Rangiertritt, Griffstange, Entkupplungsgestänge und Luftschläuche.

Hinsichtlich der Radausführungen fiel mir die Wittenberger 01 507 wieder ein, die seinerzeit mit Speichen-, Scheiben- und Boxpok-Rädern Dienst tat. Da ich noch einen passenden Treibradsatz in Speichenausführung besaß, fährt nun auch mein Switcher mit Scheiben- und Speichenrädern. Das Gestänge entfernte ich bis auf die Kuppelstangen und Gleitbahnen.

Seitenansicht des Switchers.

Elektrik:

Die Lok erhielt zunächst einen Hauptschalter für die Fahrmotorspannung sowie Kondensatoren als „elektrische Schwungmasse“, weil die kurze Maschine auf den Herzstücken der Weichen Kontaktprobleme hat. Der Effekt war jedoch nicht erwartungsgemäß, sodass die Lok als erstes Versuchsfahrzeug für den Umbau auf Akku-Betrieb vorgesehen ist.

Zur Fertigstellung fehlt nun noch die entsprechende Farbgebung.

Kategorien: Diesellok FCT #100
Keine Kommentare - Jetzt kommentieren