Der Wasserturm in San Lazaro

Von Steffen List am 4. Februar 2012

Unlike the wooden type of water towers used in the USA,  in Latin America you can find a great variety of types. These structures are often made from iron tanks on a stony basis either in a round or square shape. There are steel towers too. I had a piece of big plastic tube and a Pola water tower (much too small for 1:20.3 scale!!), which I took as a basis for my version.

Entgegen den in Nordamerika häufig zu findenden hölzernen Wassertürmen gab es in Lateinamerika eine große Vielfalt an Bauformen und -größen.  Der Turm kann einen runden oder viereckigen Querschnitt aufweisen. Oft besteht der Tank aus genieteten Blechen, der Sockel aus Naturstein-Mauerwerk. Es gibt auch Varianten, die ganz aus Stahl bestehen. Da ich einen robusten Typ suchte, der auch häufige Transporte übersteht, entschied ich mich für die Variante runder Turm mit verputztem Sockel und Blechtank ähnlich diesen Beispielen aus Peru, nur nicht ganz so groß:

Foto: Heinz Bühler

Foto: Heinz Bühler

Zum Glück hebt man ja so ziemlich alles auf, was einem in die Hände fällt und irgendwann einmal gebraucht werden könnte. So ging es mir z.B. auch mit dem Stück Plasterohr Ø 200 mm. Auf 400 mm abgelängt lässt es sich ganz gut als Grundlage für den Wasserturm verwenden. Für die Detaillierung nutze ich neben dem Selbstbau meinen Pola-Turm, der viel zu klein ist und daher in seine Einzelteile zerlegt wird.

Abgelängtes Kunststoffrohr, daneben Holzleisten und die Grundplatte für die Dachkonstruktion.

Das Dach sollte ebenfalls eine Blechkonstruktion darstellen. Zu diesem Zweck sägte ich eine runde Grundplatte aus Sperrholz zu, die in das Rohr eingelegt wird. Auf die Grundplatte klebte ich ein Holzstückchen in die Mitte für die Dachhöhe und dann sternförmig acht Holzleisten (es eignen sich hervorragend Feuerwerksraketenreste…) , womit sich das Gerüst eines flachen Kegels ergibt.

Aus 1 mm starken Polystyrolplatten schnitt ich die Mantelfläche des Kegels aus und klebte sie auf das Gerüst.

Zwei Dachsegmente sind bereits auf die Mantelfläche aufgeklebt.

Die sichtbare Dachfläche besteht aus 8 Kreissegmenten, für die ich 0,3 mm starke Polystyrolplatten verwendete.  Vor dem Aufkleben der Segmente zeichnete ich auf der Rückseite die Nietpositionen an und drückte sie mit der Reißnadel in die Platten ein. Als Unterlage empfiehlt sich Hartholz, da sonst die Gefahr des Durchdrückens besteht.

Beim Aufkleben achtete ich darauf, dass das jeweils obere Segment die Stoßstelle überlappt.

Zugeschnittene Dachsegmente mit angerissenen Nietpositionen.

Auf dem folgenden Bild bekommt man schon einen Eindruck von der Gestalt des Turmes. Die Steine an der unteren Kante bestehen aus einem gipsartigen Material, sind einzeln aufgeklebt und lassen sich wunderbar mit Messer und Feile bearbeiten. Die Bezugsquelle ist: http://www.menta-modellbau.de Die Fugen werden verspachtelt, über der Steinreihe erhält der Turm eine verputzte Wand.

Rohbau des Wasserturmes, davor die Kiste mit der Tür und den abgebauten Teilen des Pola-Turms.

Im nächsten Bild habe ich den Sockel fertig besandet und anschließend noch mit verdünntem Füllspachtel bestrichen. Dadurch glättet sich die Oberfläche ein wenig, und der Sockel erhält eine gut brauchbare, etwas ungleichmäßige Farbgebung, die ich nur minimal nachbehandeln muss. Der Tank und das Dach sind bereits “beblecht”, weiter geht es jetzt mit der Detailarbeit: Aufstiegsleiter, Ausleger, Tür, Wasserstandsanzeige etc.

Der Wasserturm im Februar 2012.

Der Aufstieg und der Ausleger sind montiert, die Tür zur “Anprobe” angelehnt. Für die Aufhängung der Gegengewichte des Auslegers fehlen noch ein paar Meter feine Kette. Leider brachte der suchende Blick in das Schmuckkästchen meiner Frau nicht das gewünschte Ergebnis…

Der Wasserturm Anfang März 2012. Don Enrique versucht schon mal, den Tank von innen zu inspizieren.

Im folgenden Bild ist die Detaillierung abgeschlossen, die Malertruppe kann anrücken. Der Auslegermechanismus funktioniert wie beim Vorbild über Ketten, Umlenkrollen und Gegengewichte. Eine Lampe wird die Arbeit der Lokmannschaft bei Nacht erleichtern.

Wasserturm vor der Farbgebung, März 2012

Aufgrund der etwas höheren Außentemperaturen konnte ich am Wasserturm die ersten Lackierungsarbeiten vornehmen. Der örtliche Baumarkt hielt wider Erwarten ein Farbspray im Anthrazit-Farbton bereit, den ich ausprobieren wollte. Das Ergebnis überzeugt, sodass dieses Spray auch für Dampfloks zum Einsatz kommen wird. Allerdings ist wegen des Seidenmattglanzes ein Abschluss mit mattem Lackspray notwendig. Weiter geht es nun mit der Alterung.

Der Wasserturm Ende April 2011

Kategorien: Wasserturm / Water tower
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